Guten Morgen,
Herrliches Wetter beim Frühstück, aber in unserem Kühlschrank gibt nicht mehr die ganz große Auswahl. Wir müssen unbedingt einkaufen gehen, denn uns fehlt noch ein bißchen Joghurt, Mango und vor allen Dingen Papaya für unser Frühstücksbuffet in den nächsten Tagen. Hier gibt es ganz viele Sorten von Joghurt aber wir haben unsere Vorliebe für die Sorte “Plain” (schlicht, einfach) entdeckt. Den gibt es auch als griechische Variante ebenfalls mit 0% Fett und ohne Zucker. Natürlich kann man auch Joghurt mit 10% Fett kaufen. Entweder 10%, 5% - oder 0% so schwierig ist die Entscheidung nicht, denn sie schmecken alle sehr gut. Heute essen wir zusätzlich einen Bagel mit Erdnußbutter, weil das einfach hierher gehört und wir es zu Hause nicht essen.
Wir wollen aber nicht mit Frühstücksgeschichten langweilen, denn als wir um die Mittagszeit bei etwa 28 Grad zurück sind und uns gemütlich mit einem Drink (Wasser mit Saft und Eis) ans Pool setzen, stellen nach wenigen Minuten fest, dass über dem See aufgeregte Stimmung herrscht.
Drei oder vier Auspreys (Fischadler), kreisen über dem See, und wenn die hier sind, gibt es auch genügend Fischkrähen die den Fischadlern das Leben schwer machen und versuchen ihnen ihren Fang abspenstig zu machen.
Das ist ein interessantes Spiel am Himmel.
Also erst mal schnell die Kamera bestücken und dann runter ans Wasser.
Leider ist das Schauspiel drüben am anderen Ufer und damit eigentlich zu weit weg.
Es kommt uns so vor als wären junge Auspreys dabei, die sich beim Jagen noch nicht so gut auskennen. Aber irgendwann haben wir dann auch Glück, wie sich den folgenden Bildern entnehmen läßt.
Nun folgt ein Protokoll in Fotos über insgesamt 3 Sekunden, was sich anfühlt wie ein Spiel das für beide Seiten über Leben und Tod entscheidet. Papa oder Mama, auf jeden Fall einer der größeren Auspreys wechselt den Bereich über dem See und kommt näher heran.
Mit Geduld und richtiger Vorbereitung will wohl der ältere Ausprey
seinen Jüngeren zeigen wie man zum Fang ansetzt.
Er schreit mehrfach und kreist ein paar mal, nicht allzu hoch mit Blick nach unten.
Die anderen weiter oben kreisenden Tiere antworten lautstark.
Dann plötzlich schießt er nach unten und er scheint etwas Mühe zu haben wieder aus dem Wasser aufzusteigen. Wir sehen auch gleich warum.
Beide Krallen tief in seinen Fang gebohrt zeigt er sich und hebt sich auf.
Ein schwergewichtiger Fisch ist sein Opfer.
Zwei, drei kräftige Flügelschläge, doch was ist das…. ?
Die Beute ist schwerer als gedacht und er wird durch das Gewicht wieder nach unten gezogen.
Jetzt wirds brenzlig, denn viele Versuche hat er
nicht mehr sonst, wird er selbst zum Opfer.
Das scheint er dann zu erkennen…
aber jetzt kommt ein anderes Problem…
Die Krallen der Fischadler sind so
gestaltet dass sie gegenläufig zupacken
und sich verhaken.
Das heißt fallen lassen, ist nicht so einfach…
Auf einer Seite klappt die Befreiung nach einem Moment und die andere Seite befreit sich dann auch…
Und dann mit großen Flügelschlägen
und aller Kraft nach oben drehen,
ohne Fang, und auf und davon…
die vermeintliche Kinderschar
folgt mit Abstand.
Für uns ein kurzes aber hochinteressantes Erlebnis, was wir erst Minuten später beim Bilder anschauen realisieren. Wie schön, dass Rolf den Finger am Auslöser hatte und diese Situation einfangen konnte.
Den weiteren Nachmittag verbringen wir am Pool
und gegen Abend bereiten wir uns einen
Hühnerfleisch- und Reissalat mit roten Bohnen zu.
Viele kleine Häschen mümmeln rund um den Screen und ums Haus herum auf dem Rasen und als sie verschwinden und sich der Tag dem Ende neigt, gehen wir auch ins Bett.
Gute Nacht !
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